26.11.2019
Unser Bürgermeister für Berngau

FW Berngau küren Müller

Die Freien Wähler haben ihren Vorsitzenden zum Bürgermeisterkandidaten gewählt - 10.11.2019 19:17 Uhr

BERNGAU - Die bei der Nominierungsversammlung anwesenden 13 Wahlberechtigten der Freien Wähler (FW) Berngau haben den Vorsitzenden ihrer Ortsgruppe, Günter Müller, zum Bürgermeisterkandidat gekürt. Zwölf Stimmen entfielen auf Müller, eine Stimme auf Sebastian Schrafl.

Bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler in Berngau votierten die Wahlberechtigten mit großer Mehrheit für ihren Vorsitzenden Günter Müller (3.v.re.) als Bürgermeisterkandidaten.© Foto: Anne Schöl

Zur Versammlung begrüßte Müller neben den Mitgliedern und anderen interessierten Personen hochrangige Gäste: Der stellvertretende FW-Landesvorsitzende Hans-Martin Grötsch sowie Sieglinde Hollweck und Daisy Miranda vom FW-Kreisverband Neumarkt waren gekommen.

Bei der Vorstellung seiner Person sagte Müller, er sei für die Wahl im März von den FW als Landratskandidat vorgesehen gewesen. "Das war so in meinem Kopf, bis in Berngau die Situation anders wurde." Wie berichtet, tritt der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Wild nicht mehr an.

Deshalb haben die CSU und die Bürgerliste Berngau Thomas Meier als Kandidaten aufgestellt. Müller sagte, er habe umgedacht. "Berngau liegt mir sehr am Herzen, ist meine Heimat. Da liegt es nahe, mich zu engagieren". Müller ist in Pavelsbach aufgewachsen und wohnt mit seiner Frau Thea, einer Berngauerin, seit über 30 Jahren im eigenen Haus in Berngau. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder. Müller arbeitet bei der Brauerei Gloßner in Neumarkt als Prokurist und Gesamtverkaufsleiter. Vor 22 Jahren hat er die Berngauer FW-Ortsgruppe mitgegründet, ist ein Jahr später in den Gemeinderat gewählt worden, in dem er seither aktiv ist.

 

2013 wurde Müller Vorsitzender des FW-Kreisverbandes Neumarkt, kandidierte 2014 als Landrat. Als Kreisrat ist er Fraktionssprecher im Kreisausschuss, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Mitglied im Zweckverband der Sparkasse und im Verwaltungsrat des Klinikums Neumarkt. Nebenher hatte er noch Ehrenämter bei der Pfarrei, der Feuerwehr und der KAB Berngau. In elf Jahren Gemeinderatstätigkeit habe er Erfahrungen sammeln können und will, sollte er Bürgermeister werden, Schwerpunkte setzen, beispielsweise in der Kinder- und Jugendarbeit. So soll im kommenden Jahr die Kindertagesstätte erweitert werden. Es sollen wieder Baugebiete ausgewiesen werden, um Baumöglichkeiten für Gemeindebürger anzubieten.

Müller bemängelte, in Berngau habe es die letzten zwölf Jahre keine gewerbliche Entwicklung gegeben. Das solle sich ändern. Solide Haushaltspolitik stehe für ihn ganz oben, wobei vorrangig die Aufgaben für die Daseinsfürsorge wie die Stärkung der Infrastruktur, Straßensanierungen oder Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kontinuierlich abgearbeitet werden sollen. Die Abwasserentsorgung in Tyrolsberg und Röckersbühl müsse zukunftsorientiert gelöst werden und ein Nutzungskonzept für das alte Rathaus gefunden werden, wenn das Bürgermeisteramt nach der Sanierung des Lukas-Anwesens dahin umzieht. Allerdings schränkte er ein, gehe nicht alles auf einmal.

Zum Amt des Bürgermeisters sagte Müller, dies sei kein normaler Job. "Ich habe keine Angst davor." Er sei es gewohnt, in seinem Beruf und seinen politischen Aktivitäten 50 bis 60 Wochenstunden zu arbeiten. Er habe viele Kontakte zu Bürgermeistern im Landkreis, zum Landratsamt und zur Landesführung der Freien Wähler. "Ich kann Hubert Aiwanger jederzeit anrufen, wenn ein Problem aufkommt und werde diesen Kontakt im Fall der Wahl "brutalst" ausnutzen".

Schließlich wurden noch die Kreistagskandidaten bestimmt, die für Berngau antreten: Es sind Sebastian Schrafl und Günter Müller.

ANNE SCHÖLL